Pro & Con iPad

16.07.2010 | 10:46 |

Jürgen Fenn schreibt in seinem Blog, warum er das iPad ablehnt. Ich kann einiges davon nachvollziehen und werde auch skeptisch, wenn (Zeitungs-) Verleger davon die Goldene Zukunft erwarten. Zudem führt er an, daß in de.comp.sys.mac.misc zum Thema “Wozu iPad?” diskutiert würde und Konsens sei, daß das iPad nichts könne, was nicht auch mit iPhone oder MacBook zu erledigen wäre.

(werbebla on) Auch ich war anfangs skeptisch. Aber dann … (werbebla off)

Ich habe seit rund zwei Wochen ein iPad mit 3G. Obwohl ich schon ein iPhone 3G und ein MacBook Pro nutze. “Was kann ein iPad, was die anderen Geräte nicht können?” Die Frage ist für mich falsch gestellt. Um noch einmal Marketing-Sprech zu bemühen, hat schon das iPhone meine Produktivität im Gegensatz zum Nokia E65, das ich davor benutzte, enorm gesteigert. Das lag an der komfortableren Nutzbarkeit, die das Mail- und selbst Textbearbeiten vereinfachte und Surfen eigentlich erst ermöglichte. Vielleicht sind meine Anforderungen auch zu speziell – aber meine Argumente für das iPad begegnen mir inzwischen öfter.
Ich arbeite als Rechercheur und Autor und bin viel radelnd / zu Fuß unterwegs. Da war das MacBook fast immer dabei, und das machte sich irgendwann doch schwer bemerkbar. Die 2,1kg merkte ich jedenfalls auf Dauer. Umgekehrt war ich meist erleichert, wenn es mal nicht dabei war, das iPhone reichte dann für vieles. Aber Texte zu tippen wurde dann eher auf daheim verschoben. Mit den 700g und einer leichten BlueTooth-Tastatur, mit der ich schneller als auf dem MacBook tippe, ist das mobile Arbeiten jetzt mehr als bequem. Der Schirm ist für meine alten Augen angenehm groß, ich kann unterwegs kürzere Einträge auch bequem auf der virtuellen Tastatur tippen. Auf dem iPad lese ich lieber als auf dem iPhone, obwohl Stanza auf dem iPhone schon eine großartige Sache ist. Und vor allem eben: Schreiben ist mit dem iPad eine tolle Sache.
Das mag ein Sonderfall sein. Für Leute, die unterwegs programmieren, Videoediting betreiben oder DVDs schauen wollen, ist das iPad natürlich nichts. Und die keine größeren Mengen Text verarbeiten müssen, sind mit dem iPhone sicher auch gut bedient. Was ich aber immer öfter höre: Leute, die das iPad haben, sitzen häufiger vor dem und nicht mehr vor dem Rechner. Und so geht es mir auch (ich tippe diesen Eintrag gerade am iPad). Ähnlich wie mein altes Psion netBook ist das iPad auch bestens geeignet, um im Bett zu surfen oder Videos zu schauen – dafür war mir das MacBook zu sperrig und zu laut, der iPhone-Schirm zu klein.
Ach ja: Echte Bücher aus Papier lese ich sehr gern. Und ich schreibe sehr viel mit der Hand, das geht noch tadellos :-)

Nachruf als Klingelton

14.07.2010 | 13:47 |

Mein Google Alert zu Heinz Czechowski brachte mir heute einen etwas schrägen Eintrag:

Angebot Nachruf Heinz Czechowski als Klingelton

Heinz Czechowski hätte das vermutlich bestens amüsiert und in seiner Sicht auf das Leben bestätigt.

Und wieder mal erinnern

20.04.2010 | 11:58 |


verderber.jpg

Deutschlands Verderber ist natürlich ein bißchen simpel. Auch Arschloch würde es wohl nicht richtig treffen. Verrückter sowieso nicht. Um das besser einschätzen zu können, empfehle ich auch heute wieder, die

Analysis of the Personality of Adolph H**ler
With Predictions of His Future Behavior and Suggestions
for Dealing with Him Now and After Germany’s Surrender”

zu lesen.

Ein Schild – zwei Bedeutungen?

12.03.2010 | 17:45 |

hoechstens30.jpgBisher hatte ich immer angenommen, dieses Schild hätte nur die Bedeutung, die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen. Doch nach dem Fällen von 63 Platanen, die Ende der 1980er Jahre in der Venloer Straße gesetzt wurden, für freien Blick bis zum Helios-Turm bietet, wird die zweite Botschaft deutlich: “Hier wird kein Baum über 30″


Kein_Baum_30-kl.jpg

Agamben revisted

25.11.2009 | 15:49 |

Agamben etwas umgeschrieben: “Der permanente Ausnahmezustand ist inzwischen eine der geläufigen Praktiken der heutigen Büros.”

Nachruf auf einen Nachruf

28.10.2009 | 7:09 |

Heinz Czechowski ist tot. Hierzulande wurde er viel zu wenig gelesen. Vermutlich wird sich auch in Zukunft, an die er mit Recht nicht glaubte, daran wenig ändern. Was seine Gründe hat. Die aber nicht gegen ihn sprechen.

Wer ein wenig gerade in seinen neueren Texten liest,[1] bemerkt schnell seine Heimatlosigkeit, seine schmerzhafte Fremdheit, ob nun in Schöppingen, Limburg, Frankfurt. Daher überlege ich ob Tilman Krauses Satz im WELT-Nachruf

Viele Stipendien ermöglichten dem Autor auch ein vielfältiges Pendeln von einer deutschen Stadt zur nächsten.

nicht etwa ignorant ist; sondern eine Ohrfeige für oder vielmehr gegen den Literaturbetrieb, der diesen großen schwarzen Dichter so geflissentlich ignorierte. (Und man komme mir jetzt nicht mit Preisen.)


  1. vieles ist in schönen Ausgaben bei Grupello erschienen

Trauer um Heinz Czechowski

27.10.2009 | 10:43 |

HC-RIP.jpg

Heinz Czechowski ist tot.

Er war kein einfacher Mensch.

Keiner, der auf Freunde wert legte, die es nicht wert waren.

Keiner, der im Betrieb mitspielte, weil er den Ernst des Betriebes kannte.

Keiner, der einem mit seinen Gedichten und Texten das Leben leichter machte, weil es eben nicht leicht ist.

Heinz Czechowski ist tot.

(1935 – 2009)

Libreka? ADE!

15.10.2009 | 0:07 |

Also, für die Statistik: Vier der heutigen Downloads (“Schmerzfrei sparen”) bei den Libreka Download Days stammen von mir.

Irgendwann habe ich es verstanden (mag sein, ich bin zu dumm für das Internet; vielleicht war es auch nur zu früh), um 7:30h eine Adobe ID geordert, Adobe Digital Edition (ADE – sic!) installiert und beim Betrachten der Oberfläche zwischen Lachen und Weinen geschwankt.

Um 8:24h mich dann entschieden, mir Libreka schmerzfrei zu sparen und um Löschen meines Accounts gebeten. So ein Angebot möchte ich nicht einmal nutzen, wenn der Download kostenfrei ist. #fail – und mein Buchhändler freut sich weiterhin über meinen Besuch.

Mehr zu Libreka gibt es hier.

I can no sarcasm

24.09.2009 | 21:23 |

Update: I asked them to upload this new one. And it’s online now.

To prove that I am such a positive thinking, non-sarcastic person I have designed a new slogan for the “Stop the Climate Change” campaign.

SCC-aTrain.jpg

Update: Greenies have humour?

23.09.2009 | 20:31 |

Updateupdate: The slogan is there again. But it seems you have only one chance to write it it down on every wall. Pity.

Update: I got two replies from Greens.stopclimatechange.

The 1st told me that they had to deactivate my slogan because it does not represent the truth. They will just compensate the price of a train ticket. Well, the slogan did not say that, just that the winner will fly. But we will see.

The 2nd reminded me that my entry clearly was not a slogan or logo for a global climate deal. Yep, that seems to be true.

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Today, at 19:37h German Time I uploaded a slogan to take part at the “Make your message heard” campaign.

scc-my-slogan.jpg

With this I wanted to stress on the fact, that the price for the winner slogan is a trip to Copenhagen, and I guess it is by eco-desasterous plane. And point out that so many modern eco-aware people fly around like hell.

Funny enough, at 20:14 the site announces: Error: File not found. No, I would never think, that the The Greens/EFA in the European Parliament would censor slogans like mine. Would they? I just sent an e-mail – wonder about the answer.